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Kombinatorische Strukturen in der Geometrie

Gruppenbild Graduiertenkolleg

Am 1. Oktober 2013 hat  das Graduiertenkolleg „Kombinatorische Strukturen in der Geometrie“  seine Arbeit aufgenommen. Das Kolleg wird getragen durch die Arbeitsgruppen Algebra/Diskrete Mathematik, Angewandte Analysis, Stochastik und Topologie/Geometrie des Mathematischen Instituts und der Arbeitsgruppe Kombinatorische Optimierung des Instituts für Informatik. Die beteiligten Gruppen haben in den vergangenen Jahren erfolgreich Forschungsprojekte in ihrem jeweiligen Arbeitsgebiet mit starken Bezügen zur Geometrie mittels kombinatorischen Methoden durchgeführt und bündeln diese gemeinsamen Interessen nun noch stärker. Nach dem erfolgreichen universitätsinternen Graduiertenkolleg der reinen Mathematik konnten die Wissenschaftler die Deutsche Forschungsgemeinschaft von ihren disziplinübergreifenden Forschungsprojekten und ihrem Konzept zur Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses nachhaltig überzeugen.

Zentrale Forschungsidee des Graduiertenkollegs ist die gegenseitige Durchdringung von Kombinatorik und Geometrie. Die Forschungsergebnisse aller beteiligten Wissenschaftler sind seit langem durch diese Querverbindung stark beeinflusst, da durch sie besonders präzise Strukturaussagen möglich sind. Dies gilt im Speziellen für Objekte der algebraischen Geometrie, wie etwa affine und projektive Varietäten, als auch für Objekte der diskreten Geometrie, wie zum Beispiel Kegel oder Polytope. Diese gemeinsamen Fragestellungen in oft isoliert arbeitenden mathematischen Disziplinen sollen durch eine Vernetzung verschiedener Ansätze und Fragestellungen verbunden werden. Das Forschungsprogramm des Graduiertenkollegs legt dabei einen Schwerpunkt auf Projekte, die zumindest für zwei Fachrichtungen von Interesse sind. Dies soll damit einerseits den einzelnen Fächern neue Hilfsmittel zur Verfügung stellen und andererseits die Untersuchung neuer theoretischer Fragen stimulieren.

Darüber hinaus entstehen durch den intensiven Austausch in Vorlesungen, Seminaren, Workshops und im Kollegseminar neue Sichtweisen. Die Promovierenden lernen, über den Tellerrand ihres eigentlichen Themas hinauszuschauen und ihr Thema in großen Zusammenhängen zu sehen. Ziel ist es, daraus neue Methoden zu entwickeln.

Die geplanten Promotionsprojekte der Doktoranden werden mit Unterstützung der zentralen Einrichtungen der Universität durch ein zielgerichtetes Qualifizierungsprogramm begleitet. Dieses ermöglicht im Besonderen auch den Erwerb von berufsrelevanten Schlüsselqualifikationen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft stellt für das Graduiertenkolleg bis 2018 zunächst etwa 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Der Fachbereich Mathematik/Informatik konnte damit acht neue Stellen für Doktoranden und zwei Postdoktorandenstellen schaffen.